Fachbereich: FTMT  
Thema:

Konstruktive Überarbeitung eines Rotationskettensystems

Bearbeitet: Hr. Sekler Florian Die Teammitglieder
Firma: RUD Ketten
Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG
Friedensinsel
73432 Aalen
Firmenlogo
Betreuer Firma: Herr Brenner Kai
Betreuer
TS Aalen:
Herr Behmel Manfred

Aufgabenstellung

Im Rahmen der Technikerarbeit soll die Variantenvielfalt und der Herstellungsprozess der Schwenkarme für ein Rotationskettensystem vereinheitlicht und vereinfacht werden. Die Fertigung des Verzahnungselements, mit dem der Schwenkarm an den Schwenkzylindern befestigt wird, soll auf Grund der hohen Durchlaufzeiten in der Fertigung, als separates Konstruktionselement extrahiert werden. Beginnend mit der konstruktiven Änderung, der Versuchsphase, bis zur Integration in die laufende Fertigung. Parallel ist zu überprüfen, ob eine Fertigung der Schwenkarme aus korrosionsresistentem Werkstoff möglich ist. Dies erspart die notwendige und aufwendige Oberflächenbeschichtung.
In weiteren Versuchsphasen soll untersucht werden, ob eine Abdichtung durch ein alternatives Dichtungselement und einen anderen Dichtungswerkstoff im Rillenkugellager des Kettenrades integriert werden kann.

Randbedingungen und Vorgaben

Bei den Produkten handelt es sich um Rotationskettensysteme, welche im Nutzfahrzeugbereich der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Sämtliche Vorgaben der Automobilindustrie sind einzuhalten.
Hierzu zählen die Allgemeine Bauartgenehmigung L171 in Bezug auf die StVZO, die Aufbauherstellerrichtlinien der jeweiligen Fahrzeughersteller, wie auch die geforderten gesetzlichen Anforderungen der Altfahrzeugrichtlinie 2000/53/EG und deutschen Altfahrzeugverordnung durch Anlage und Genehmigung im IMDS-System.

Die für die Firma RUD geltenden Konstruktionsvorschriften und Vorgaben sind umzusetzen wie auch die Möglichkeiten der hausinternen Fertigung zu bevorzugen. Ferner muss seitens RUD die Ersatzteilbereitstellung der auf dem Markt befindlichen Systeme sichergestellt werden.

Lösungen

Im ersten Ansatz wurde versucht das Verzahnungselement als separates Konstruktionselement zu extrahieren. Des Weiteren wurde untersucht, ob ein korrosionsbeständiger Werkstoff für die Schwenkarme festigkeitstechnisch und herstellungstechnisch möglich und sinnvoll ist. Die wirtschaftlichste und effizienteste Lösung zur Reduzierung der Variantenvielfalt und des zeitlich aufwendigen Herstellungsprozesses, wurde in einer Vor-Fertigung von Rohlingen gefunden.
Durch die Änderung der Arbeitspläne, Stücklisten, Zeichnungen und IMDS Daten konnte die Optimierung am Produkt eingeführt und die Produktion begonnen werden.
Es konnten Einsparungen im Fertigungsprozess erzielt, die Durchlaufzeiten auf ein Minimum reduziert und die Lagerbestände minimiert werden.

Für die Abdichtung der Rillenkugellager wurden die Versuche für alternative Lagerdichtungen und zusätzliche Labyrinth-Dichtelemente begonnen. Diese werden in der kommenden Wintersaison in Praxisfahrversuchen bei winterlichen Straßenverhältnissen tiefergehend erprobt.