Umbau eines Wohnhauses mit Neubau von Garagen

von Kai Nusser und Moritz Maier

Überblick

Bei diesem Projekt für die Technikerarbeit handelt es sich um ein Bauernhaus aus dem Jahre 1860 und einer Garage mit 3 Stellplätzen. Das Bauernhaus wurde über die Jahre mehrmals umgebaut, was aus einem Plan aus dem Jahre 1939 ersichtlich ist. Das Wohnhaus wurde umgebaut und eine neue Garage geplant, da die Bausubstanz der Garage marode war. Bei dem Umbau des Wohnhauses sollte gleichzeitig mehr Platz für die Familie entstehen.

Hierfür wurden u.a. durch den Bauherrn Wünsche geäußert, die es einzuhalten galt, wie z.B.:
  • das Keller- und Erdgeschoss sollte erhalten und während des Umbaus bewohnbar bleiben
  • der Umbau sollte mit ökolgischen Baustoffen ausgeführt werden
  • Umbau des Hauses mit Hilfe der Holzbauweise
  • die neuesten Energieeinsparverordnung muss eingehalten werden
  • es soll eine Heizung mit einem regenerativen Brennstoff eingebaut werden
  • Planung einer neuen Garage mit ebener Einfahrt

Ausführung

Aufgabenstellung

Schnitt des neu geplanten Wohnhauses

Bei der Ausführung des Projektes wurden mehrere Unterpunkte genauer bearbeitet:
  • konstruktive Detaillösung
  • Werkplanung
  • Ökologie
  • Wärmeschutz
  • Statik
  • Fenster
  • Heizung
  • Logistik



Werkplanung

Holzkonstruktion aus SEMA

Da der Umbau des Hauses und der Neubau der Garage in Holzbauweise ausgeführt wurde, wurden das komplette Haus und die Garage mit dem Programm "SEMA" gezeichnet,um so die Werkpläne erstellen zu können. Dieses Programm ist speziell auf Holz- und Treppenbau ausgelegt. Ziel war es die Pläne so auszuarbeiten, dass die benötigten Wände, Treppen und Dachkonstruktionen für das Projekt hergestellt werden könnten.









Wärmeschutz
Um den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV2009) gerecht zu werden, musste auf der Außenwand des Erdgeschosses ein Wärmedämmverbundsystem angebracht werden. Für die Außenwände der Aufstockung des Wohhauses wurde darauf geachtet, dass der U-Wert ungefähr gleich dem der Erdgeschosswände ist. Auch die vorhanden Fenster mussten wegen ihrer Undichtigkeiten und ihrem zu schlechten U-Wert ausgewechselt und durch neue, energieeinparende Fenster ersetzt werden. Hierfür wurden Holz-Alufenster eingebaut.





Wärme- und Feuchtediagramm einer Holzständerwand








Heizungsanlage
Zur Anwendung kam eine Hackschnitzelheizung, die in das Untergeschoss der neu geplanten Garage eingebaut wurde. Im Nebenraum wurde der für den Brennstoff benötigten Bunker geplant. Dieser kann an der Giebelseite der Garage befüllt werden. Um das Wohnhaus mit Wärme zu versorgen, wurde unterirdisch von der Garage zum Wohnhaus eine Wärmeleitung verlegt.

Verwendete Hackschnitzelheizung